Geschichte der Löschgruppe Straß
Die Anfänge
Die Löschgruppe Straß gründete sich im Jahre 1957. Damals trafen sich junge Männer aus dem Ort und beschlossen ihren Mitmenschen, genau wie heute, helfen zu wollen.
Nachdem man die Idee geboren hatte, besorgte Bert Gaspar, der zu diesem Zeitpunkt Mitglied der Feuerwehr Lendersdorf war, Ausrüstungsgegenstände aus Lendersdorf. So hatte man in den ersten Jahren einen Tragkraftspritzenanhänger (TSA), welcher in der Garage der Grundschule untergebracht war. Gezogen wurde der Anhänger von dem damaligen Landwirt Heiner Wolff senior.
Das heutige aktive Mitglied der Löschgruppe Straß Heiner Wolff junior erzählt gerne, dass als er 16 Jahre alt wurde, die Aufgabe von seinem Vater übernommen hat.
Löschgruppenführer war zur damaligen Zeit Bert Gaspar, ehe er dann von Helmut Köp abgelöst wurde.
Die TSF-Zeit
Helmut Köp war es, der sich für ein neues Fahrzeug bei der Gemeinde einsetzte. Dies wurde 1972 belohnt. Die Löschgruppe Straß erhielt ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF).
Das Fahrzeug, ein Ford Transit, leistete viele Jahre einen guten Dienst. Es war eine enorme Verbesserung, da es ausreichend war, Brände zu bekämpfen und es zudem Platz für die Mannschaft bot. Das Fahrzeug hatte Platz für 6 Personen. In manchen Erzählungen passten aber in Einsatzfällen auch 12 Mann hinein, so dass man sich das jedoch vorstellen muss, wie eine Sardinenbüchse. Gleichzeitig zog man mit dem TSF an den heutigen Gerätehausstandort. Dort standen zur damaligen Zeit 3 Garagen, welche dann in ein kleines Feuerwehrgerätehaus umgebaut wurden.
Die Löschgruppe wurde dann durch Hermann-Josef Jansen übernommen. Er musste jedoch im Jahre 1983 aus beruflichen Gründen zurücktreten, so dass die Löschgruppe zunächst ohne Führung da stand. Als eines der jüngsten Mitglieder übernahm Walter Kurth kommissarisch die Löschgruppe Straß. Die Löschgruppe stand voll hinter dem jungen Feuerwehrkammeraden, so dass er nach bestandenem Brandmeisterlehrgang in Münster die Löschgruppe offiziell übernehmen konnte.
Damit wurde eine lange Ära eingeleitet.
Neues Gerätehaus und neues Fahrzeug
1982 begann nicht nur die Ära Kurth, sondern auch eine bange Zeit für die Löschgruppe Straß. Zu diesem Zeitpunkt wurde in der Nachbarortschaft Gey ein neues Gerätehaus gebaut. Auf der Festrede zur Einweihung hörte man von offizieller Seite heraus, dass Pläne bestünden, dass die Löschgruppen Gey und Straß zusammen geführt werden sollen. Dies war natürlich für die Mitglieder der Löschgruppe Straß ein Schock.
Als es dann 1997 / 1998 so weit war, dass ein neues LF 8/6 für den heutigen Zug Nord der Feuerwehr Hürtgenwald angeschafft werden sollte, wurden die Vermutungen in Worte gefasst. Für die Löschgruppe Straß war demnach maximal ein Mannschaftstransportfahrzeug vorgesehen, welches bekanntlich keine feuerwehrtechnische Beladung hat. Es wurden Gespräche mit allen Verantwortlichen geführt, doch der Bürgermeister hatte sich entschieden.
Es war zu einem Nein zur Löschgruppe Straß gekommen, obwohl man großzügige Angebote gemacht hatte. So wollte man zum Beispiel das Gerätehaus in Eigenleistung umbauen, so dass es die Kapazität für einen LF 8/6 hat. Man wollte lediglich Gelder für die Baumaterialien. Doch aus heutiger Sicht wissen wir ja, dass die Geschichte ein Happy End hatte.
Es war der Gemeinderat, welcher die Pläne des Bürgermeisters stoppte und welcher sein "Ja" zur Löschgruppe Straß gab. Die Löschgruppe baute dann das Gerätehaus mit einem sehr kleinen Etat zu einem schönen neuen Gerätehaus um. Maßgeblichen Erfolg am Bau hatte Berthold Klinkenberg, welcher mit seiner Arbeitskraft und seinem Ideenreichtum kräftig unterstützte. Das ganze konnte jedoch nur aufgrund des Gruppenzusammenhaltes und der Teamarbeit gelingen.
1998 war es dann soweit: Die Löschgruppe Straß konnte bei der Firma Metz ihr neues LF 8/6 abholen. Somit leistet das Fahrzeug seit 10 Jahren treue Dienste an den Mitmenschen. Die Löschgruppe Straß hat heute einen festen Platz im Löschzug Nord der Feuerwehr Hürtgenwald und konnte bei bestem Wetter 2007 ihr 50-jähriges Bestehen feiern.
Heute
Im Jahr 2007 trat der damalige Leiter der Feuerwehr Herbert Gilles zurück.
Sein Stellvertreter Walter Kurth wurde nach Anhörung der Wehr durch den Gemeinderat zum neuen Leiter der Feuerwehr Hürtgenwald ernannt. Damit trat Walter Kurth auch als Löschgruppenführer nach 24 Jahren zurück.
Nach so langer Zeit musste der Abschied natürlich richtig zelebriert werden. Zunächst musste Walter Kurth auf der Annakirmes einige Aufgaben erfüllen. Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich der Abschied nämlich bereits ab.
Im November wurde er dann auf dem traditionellen Martinsessen der Löschgruppe Straß durch die aktiven und inaktiven Mitglieder verabschiedet.
Zum Abschied gab es eine schöne Büttenrede von Elmar Sommer, einen Rückblick auf seine Ära, eine Reise für Walter und seine Ehefrau und natürlich den Klassiker "Niemals geht man so ganz."
Im Dezember wurde Thomas Thißen dann nach Anhörung der Löschgruppe zum neuen Löschgruppenführer ernannt.
Er tritt das Amt wie Walter Kurth in recht jungen Jahren, nämlich mit 23, an. Den Brandmeisterlehrgang absolvierte er im Jahre 2007 am IdF in Münster.
